Heeresflugplatz Celle

Der Heeresflugplatz Celle ist ein Militärflugplatz des deutschen Heeres. Die südwestlich von Celle gelegene Einrichtung ist im Jahr 1934 eröffnet worden und befindet sich seither durchgängig in militärischer Nutzung. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lautete die Bezeichnung „Fliegerhorst Celle-Wietzenbruch“; während der alliierten Besatzung von 1945 bis 1957 war sein Name „RAF Station Celle“. Später erhielt der Heeresflugplatz zusätzlich den Namen „Immelmann-Kaserne“. Während der Berliner Luftbrücke 1948/49 war er ein bedeutender Einsatzstützpunkt, von dem aus Kohle und Lebensmittel in den Westteil der abgeriegelten Großstadt geflogen wurden. Heute wird die Anlage von der Bundeswehr überwiegend für die Ausbildung von Hubschrauberpiloten genutzt.


Nutzung

Der Fliegerhorst steht als militärischer Flugplatz während seiner Öffnungszeiten grundsätzlich für alle Luftfahrzeuge der Bundeswehr, der Polizei und Bundespolizei, sowie der NATO-Mitgliedsstaaten zur Verfügung. Aus Gründen des Lärmschutzes für die Zivilbevölkerung sowie um den eigenen Ausbildungsflugbetrieb nicht unnötig zu stören, wird dies durch eine sogenannte „PPR“–Regelung eingeschränkt; das bedeutet eine Genehmigung zum Anflug auf Celle ist vor Antritt des Fluges einzuholen.[6] Starts und Landungen ziviler Maschinen bedürfen einer vorherigen schriftlichen Anfrage und Genehmigung oder müssen durch einen Mitbenutzungsvertrag abgedeckt sein. Lediglich Luftnotlagen sind ausgenommen. Zusätzlich zu den Einheiten, die den Flugplatz fliegerisch nutzen oder den Flugbetrieb unterstützen sind auf dem Heeresflugplatz Celle auch Einheiten und Dienststellen untergebracht, die lediglich auf die militärische Infrastruktur zurück greifen.[3] Diese Nutzer sind dabei von der Verwendung der Liegenschaft als Fliegerhorst unabhängig. Sie befinden sich aus organisatorischen, historischen oder Kapazitätsgründen mit in der Immelmann-Kaserne. Auftrag und Aufgaben aller auf dem Heeresflugplatz Celle stationierten Einheiten leitet sich aus den Vorgaben des Weißbuch 2006 ab.[44][45] Neben jeweils individuellem Auftrag und Aufgaben ist allen auf dem Heeresflugplatz Celle stationierten Einheiten gemeinsam, dass Sie jederzeit im Rahmen der Amts- und Katastrophenhilfe zum Schutz und zur Rettung auch der zivilen Bevölkerung Deutschlands zur Verfügung stehen sowie zivile Behörden und Dienststellen, beispielsweise die Polizei, unterstützen.


Heeresfliegerausbildungszentrum C

Der Heeresflugplatz Celle wird im Hauptauftrag zurzeit überwiegend als Ausbildungsflugplatz für Hubschrauberpiloten genutzt und ist damit größtenteils zugehörig zur Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg, dem „Mutterhaus der Heeresflieger“ (Soldatensprache). Die Ausbildung wird vom Heeresfliegerausbildungszentrum C auf den Hubschraubermustern Bell UH-1D und Bölkow Bo-105 durchgeführt und umfasst folgende Bereiche:


Dies ist ein Auszug aus dem Onlinelexikon WIKIPEDIA
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